Sankt Nikolaus Kirche in Böseckendorf
katholisch

In den Jahren1713/14 wurde in Böseckendorf die Kirche im barocken Stil erbaut und im Oktober 1735 durch den Erfurter Weihbischof Christoph Ignatius von Gudenus eingeweiht. Die kleine Kirche inmitten des Dorfes ist dem Heiligen Nikolaus geweiht.

Der Chor ist als halbes Sechseck geschlossen. Über dem Westgiebel thront ein Dachreiterturm in Form der Eichsfelder Haube. Die Umfassungswände sind rau geputzt, die Ecken in gezahnter Quaderteilung eingefasst. Die Fenster, zu jeder Langseite zwei und je eins in den Chorschrägen, sind rundbogig abgeschlossen und haben rechteckige Werksteinprofile.

Die Kirche birgt als sakrales Schmuckstück einen Barockaltar von 1720 mit einem Gemälde der Heiligen Dreifaltigkeit. Links und rechts davon stehen je zwei geschwungene Säulen mit Blattwerk ausgelegt, zuäußerst die Figuren Petrus und Paulus. Der achteckige Taufstein stammt aus dem Jahre 1572. Es ist ein zweiteiliger Sandstein mit Kupferkesseleinsatz und verziertem Holzdeckel.

Ebenso beeindruckend ist das Barockbild, das den Kirchenpatron Nikolaus darstellt. In der Kirche befindet sich ebenfalls eine Prozessionsmadonna aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts, die bei den Prozessionen zum Kloster Teistungenburg mitgeführt wurde. Die Orgel, um 1900 errichtet, ist von Louis Krell aus Duderstadt. Die Statue des Heiligen Aloisius und die Herz Jesu Staue wurden in den Jahren von 1901 bis 1903 beschafft. Die beiden farbigen Kirchenfenster mit dem Bildnis der Maria Immaculata und dem des Heiligen Joseph stammen aus der Kunstanstalt von Oidmann in Linnich von circa 1911. Der Marienaltar in Böseckendorf wurde im April 1996 neu gestaltet. Die Gottesmutter Maria wird gerahmt von den Figuren des Heiligen Jospeh und der Heiligen Elisabeth von Thüringen. Diese Figuren waren bis 1961 Bestandteil des früheren Marienaltars, der entfernt wurde. Beide Figuren wurden restauriert. Die Figur der Heiligen Elisabeth ist von 1996, da die alte Figur nicht wiedergefunden wurde.

1983 wurde der jetzige Eingang mit Sakristei erbaut. 1994 wurde der Platz vor der Kirche neu gestaltet. Im Oktober 1995 erhielt das Gotteshaus pünktlich zum Kirchweihfest eine Kirchenuhr. Das Gotteshaus besitzt vier Glocken. Es sind drei schwingende Bronzeglocken und eine Stahlglocke als Uhrschlag. Die mittlere Glocke ist eine alte Nikolausglocke aus dem Jahre 1712, die an die Verbundenheit mit dem Kloster Teistungenburg erinnert. Die große Glocke trägt die Inschrift St. Elisabeth. Die kleine Glocke trägt die Inschrift St. Bonifatius – St. Kilian. Beide Glocken wurden 1995 gegossen. Des Weiteren fanden im Jahr 2001 Instandsetzungsarbeiten an der Kirche und 2008 bis 2009 Renovierungsarbeiten im Inneren der Kirche statt. Im Jahr 2012 erhielt die Sankt Nikolaus Kirche eine neue Eingangstür mit Vordach.